Das Hostel in Funchal, in dem ich mit einer Russin tanzte

Im Zentrum, nicht weit vom Rathaus entfernt, ein Katzensprung bis zur Altstadt, Touristinnen und Touristen aus vielen Ländern dieser Erde, die bezauberndste Frau von Madeira, die im Innenhof zur „Lady in red“ wird, und zwar ganz in schwarz, während ich an meinem Laptop sitze und diesen Song von Chris de Burgh anklicke: Das ist das 29 Madeira Hostel (Foto von heute), in dem ich mir immer dann ein Zimmer miete, wenn es in dem Haus, in dem ich wohne, wieder einmal hoch hergeht. Den nächsten Aufenthalt plane ich für den 31. Januar, denn am Morgen des 1. Februar will ein Vertreter der Immobilienfirma RB Living im Caminho do Arieiro de Baixo 5 vor meiner Tür stehen. Er soll mir meine Schlüssel abnehmen. Ich kann Ihnen sagen, wen dieses Kleinstunternehmen auch schicken mag, keine und keiner wird mir so sympathisch sein wie die Gäste im Hostel am 31. Januar, 1. und 2. Februar.

Im Januar 2021 habe ich dort mit einer Russin getanzt, während sie von einem Italiener angeschmachtet wurde. Das würde ich auch nächste Woche tun, wenn Alina da wäre. Wir müssten nur noch einen Italiener einladen, der „Ti amo“ wie Umberto Tozzi singen kann.

Ich bin weder ein guter Sänger noch bin ich der Athletikverband. Der will allen russischen Athletinnen und Atlethen die Teilnahme an jedem Wettbewerb verbieten. Wie dämlich ist das denn! So lange junge Russinnen und Russen mit anderen jungen Leuten um die Wette rennen, Kugeln oder Scheiben weiter werfen wollen als die anderen, wenn sie versuchen, möglichst hoch oder weit zu springen, kann Putin sie in der Ukraine nicht zu Kanonenfutter machen.

Im Hostel hat mir zwar damals eine Reisegruppe aus Georgien erzählt, wie vorsichtig dieses Land mit Russland umgehen muss, aber gemeint sind in solchen Fällen fast immer Politiker und höchst selten Sportlerinnen und Sportler. Auch Vermieter sind denkbar. Meiner kommt aber aus Venezuela.

P. S. Bei einigen Leserinnen und Lesern ist ein Missverständnis entstanden. Sie nehmen an, dass ich das Haus am Dienstag verlasse. Das ist nicht der Fall. Mein Mietvertrag gilt noch bis zum 31. Januar 2025. RB Living will sich nicht daran halten.

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